Schwaebischer-Albverein Ortsgruppe Gemmrigheim

  

Rückblicke 0825

Albverein  Gemmrigheim    M. Dietrich  07143 / 4141 

Zum Wandern im Elsass gehört auch die Kulturgeschichte
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Mit dem Nachbarland  gibt es viele Gemeinsamkeiten
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Gemmrigheim.- Im zweiten Jahr reisten die Gemmrigheimer Wanderer in die Vogesen, um mit den
dortigen Freunden Edith und Raymond Metz den Gipfel der "Galz" und den Wallfahrtsort "Trois Epis" (Drei Ähren), zu erwandern. Schirme waren nötig, als die 44 Sonntagswanderer den Bus bestiegen und in den Weinort Ammerschwihr fuhren. In zügiger Fahrt ging es über die fruchtbare Rheinebene nahtlos in die bekannte Weingegend über. Die lieblichen Weindörfer haben heute noch mit ihrem Fachwerk  einen besonderen Charakter.  

Nach der herzlichen Begrüßung und einem gestifteten Imbiss ging es gleich zur Sache. Einige fuhren mit dem Bus hoch zum Ziel, während die größere Gruppe den etwa 2stündigen Aufstieg zum 73o m hohen Gipfel der Galz auf Schusters Rappen meisterten. Die Herausforderung des Tages  wurde leider durch den einsetzenden Regen leicht getrübt und so war die Sicht ins Rheintal nur mäßig. Unterwegs vereinten sich die Gruppen wieder und gemeinsam zog man in den Ort Trois Epis zum etwas unbequemen Vesper. 

Geschichtlich hatte das Elsass immer unruhige Zeiten zu verkraften. 193o wurde auf der Kuppe der Galz eine Christusstatue errichtet, als Dank für die Verschonung der Landschaft vor Ver- wüstungen des ersten Weltkriegs und auch zum Gedenken der heimischen Bevölkerung. - Drei Ähren- stehen für überstandene Hungersnöte im Jahr 1491. Einem Schmied soll die Jungfrau Maria erschienen sein mit drei Ähren in der einen Hand, und einem Eiszapfen in der anderen. Drei Ähren als Sinnbild für den Überfluss, Eiszapfen, damit solche Entbehrungen künftig nicht mehr übers Land ziehen. In der neuen Kirche im Ort ist die Legende mit drei 22 m hohen Betonsäulen künstlerisch dargestellt. Auffallend war, dass es überall ruhig zuging und vom Trubel und Bussen nichts zu sehen war. 

Mit dem Bus ging es nachmittags wieder abwärts ins Tal, man wollte in dem glitschigen Gelände kein Wagnis eingehen. Karin Metz war eine aufmerksame Reiseleiterin. Sie meldete sich immer wieder  aus dem Buscockpit, informativ und unterhaltend in bester Laune. Wetterlaunen sind unangenehm und passen nicht in das Konzept der Reiseführer. Doch die Gruppe hielt fest zusammen, die Stimmung hätte in allen Situationen nicht besser sein können. Mit einem Flamm- kuchenessen in der alten Mühle wurde dann der Reisetag lustig abgeschlossen.

Dankend wurden die Elsässer verabschiedet, Karin wurde gedankt und in flotter Fahrt über die Autobahn ging's nach Hause. Eine Buskontrolle hat Fahrer Uwe ohne Mängel überstanden. Es war ein schöner Tag für alle, auch für das Geburtstagskind Rita.

                                                                          


 

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