SchwäbischerAlbverein

Ortsgruppe Biberach

 

 

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Der Esel auf Markplatz schlägt eine Brücke zum der tragischen Komödie „Streit um des Esels Schatten“ von Christoph Martin Wieland. Wieland, ein Zeitgenosse von Goethe, war zeitweise Stadtschreiber in Biberach.

Das „Denkmal des Esels“ ist auf einer Seite mit einem Relief geschmückt.

Der Künstler Lenk nutzte einen Auftrag der Stadt für ein überaus provokantes Kunstwerk. Die Stadträte hatte keine Kenntnis von den Details des Reliefs. Groß war die Überraschung dann, als diese Details dann allen sichtbar wurden. Herr Lenk hatte den Kopf und die Ohren des Esels als nur sehr leicht gekleidete Dame gestaltet.

Weitere Einzelheiten zeigen Altbundeskanzler Kohl als Geldbriefträger. Auch der Klerus kriegt sein Fett ab, ein Würdenträger tritt einem Mann, der die Hinterbeine des Esels darstellt, an „unfeine Stelle“. Wer mehr sehen möchte sollte sich den Esel mit seinem Relief doch bitte selbst anschauen. Er stellt einen Kontrapunkt zu dem schön erhaltenen und gepflegten mittelalterlichen Marktplatz dar.